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Ich habe immer gedacht, ich würde erst schwerhörig werden, wenn ich 80 Jahre bin. Aber mein Schicksal lehrte mich eines besseren. Mit 31 hatte ich einen Autounfall und erlitt auf beiden Ohren ein Knalltrauma. Der Ärztebefund brachte das Ergebnis, das ich auf die Hilfe von Hörgeräten angewiesen bin. Ich konnte es nicht glauben. Wie würde es für mich beruflich als Repoterin weitergehen? Wie sollte ich mein Leben weiter führen? Mein Kind war damals 4 Jahre alt. Als Ritual vor dem zu Bett gehen erzählte ich ihm immer ausgedachte Bettgeschichten. Nach dem Unfall konnte ich ihm diese Geschichten nicht mehr vortragen. Wenn er mich was fragte, konnte ich nicht mehr auf ihn eingehen und es tat mir leid diese Traurigkeit in seinem Gesicht zu sehen. Ich hatte mein Selbstvertrauen verloren. Auch bei der Arbeit musste ich die Abteilung wechseln, da ich keine Interviews mehr durchführen konnte. Das Zusammenspiel zwischen Handys, Mikrofonen, Lautsprechern und Hörgeräten funktionierte nicht so recht. Dieser Unfall, und damit das Knalltrauma, veränderte mein Leben. In den darauffolgenden 11 Jahren habe ich verschiede Hörgerätemodelle getragen. So richtig hat mir aber leider keins geholfen da zum Beispiel Rückkopplungen erzeugt wurden. Ebenso quälte mich ein Juckreiz in den Ohren welcher sehr unangenehm war. Trotz alledem war ich auf die Hörhilfen angewiesen und sie hatten mir damals in meiner veränderten Lebenssituation sehr geholfen. Der Wunsch nach einer Besserung ging jedoch nie verloren. Dann entdeckte mein Mann auf einer Website dieses unsichtbare Hörsystem.. Hoffnungsvoll setzten wir uns mit der Firma in Verbindung und schickten mein Audiogramm mit der Hörverlustkurve ein. Drei Tage später erhielt ich die Antwort, dass das Hörsystem grundsätzlich bei mir eingesetzt werden könnte – ich hörte gar nicht auf zu lächeln. Darauf folgten weitere Untersuchungen bei einer Klinik in meiner Nähe welches das Uniklinikum Tübingen war. Diese Untersuchungen bestätigten dass ich mit Hörgeräten nicht mehr weiterkam und ein vollständig implantierbares Hörsystem bei mir eingesetzt werden konnte. Zwei Monate später war den Tag gekommen, auf den ich 11 Jahre gewartet hatte. Es war mir wieder möglich ohne Einschränkungen zu hören! Ich konnte die Leute verstehen ohne Ihnen den Kopf zuwenden zu müssen und vernahm die Stimme meines Sohnes als klar und deutlich. Und obwohl schon lange keine Bettgeschichten mehr von Nöten waren, war diese Konversation mit ihm eine meiner besten Hörerfahrungen seit Tragen eines Hörgerätes.
Seit meiner frühen Kindheit, habe ich Probleme mit meinem rechten Ohr. Ich war ständig von Infektionen betroffen, die ab einem Alter von 15 Jahren deutlich schlimmer wurden. Dies war auch der Zeitpunkt wo ich einen starken Hörverlust wahrgenommen habe. Fortan musste ich unschöne und große Hinter-dem-Ohr-Hörgeräte tragen, da Im-Ohr-Hörgeräte für mich aufgrund der Entzündungen nicht praktikabel waren. Leider hat dies dann dazu geführt, dass ich zum Clown in der Schule wurde. Um den Lehrer besser zu hören, musste ich immer vorne sitzen. Dies brachte mir zusätzliche Hänseleien von den anderen Jungen wegen meiner Hörgeräte ein. Auch konnte ich natürlich nicht mehr die gleichen Aktivitäten wie die anderen ausüben, wie z.B. schwimmen gehen oder in die Disko. Es war mir peinlich Hörgeräte zu tragen und im Schwimmbad nichts zu hören. Im Sommer konnte ich an sehr heißen Tagen erst am Abend das Wetter genießen, da tagsüber durch das Schwitzen die Hörgeräte kaputt gegangen wären. Während meiner Diplomarbeit bin ich im Internet auf das unsichtbare Hörsystem Carina gestoßen. Es sah einfach aus: während einer Operation wird das komplette System unter die Haut implantiert, so dass es nicht mehr sichtbar ist! Natürlich rief ich sofort bei der Firma an erfuhr ich nach ein paar Tagen, dass mein Hörverlust mit einem solchen Hörsystem versorgt werden kann. Ich erinnere mich dann, dass ich nach der Operation bis zum Tag der Aktivierung ziemlich aufgeregt war. Doch der Tag an dem ich wieder „ohne ein Hörgerät“ hören konnte, das war unbeschreiblich! Zur Lebensqualität zählt für mich, dass ich meine Schwerhörigkeit nicht auffällig nach außen trage und deshalb komisch angeschaut werde. Dies mir jetzt zum Glück wieder möglich!
Mein Name ist Ruth, ich bin fünfundfünfzig Jahre alt und bin seit ich mich erinnern kann auf beiden Ohren schwerhörig. Von den Lippen lesen gehörte bei mir genauso dazu wie Hörgeräte tragen. Hörgeräte gehörten bei mir einfach zu meinem Lebensalltag, wie das Einkaufen oder das Zähneputzen. Mit steigendem Alter wurde die Schwerhörigkeit jedoch schlimmer und ich wollte etwas, was mit weniger Pflegeaufwand verbunden war und wodurch ich mich im Alltag nicht so eingeschränkt fühle. Eines Tages las ich in einem Magazin einen Artikel über das Hörgerät Carina. Sie berichteten von einer Dame, die so wie ich seit ihrer Kindheit von Schwerhörigkeit betroffen war und die sich für ein Hörimplantat entschieden hat. Zu meiner Überraschung hatte ich von solchen Hörimplantaten noch nicht gehört und es weckte sofort mein Interesse. Über die Telefonnummer habe ich mit der Unternehmung Kontakt aufgenommen und ließ mich beraten. Ebenso wurden mir erfahrene Implantationszentren in meiner Nähe nennen, weil es mir wichtig war. Nach einigen Tagen hatte ich das erste Gespräch mit einem Arzt in der Klinik in Dachau. Mir wurde erklärt wie die Operation ablaufen würde und was ich danach beachten muss. Ich war sehr gespannt auf den Tag der Carina Implantation. Die darauffolgenden 8 Wochen kamen mir etwas lang vor, aber das Warten hat sich gelohnt. Als das Carina Hörimplantat aktiviert wurde, war das wie eine neue Welt. Ich konnte die Vögel zwitschern und trällern hören, und durch die Wahrnehmung der Autos auf der Straße fühle ich mich wieder sicherer. Es war wirklich ein deutlicher Unterschied, und ich muss sagen, dass ich mich sehr freue Carina zu tragen.